Altglassammlung in der Wiehre

Altglassammlung in der Wiehre

Die Altglasbehälter am Goetheplatz wurden jüngst von der ASF abgebaut. Unser Bürgerverein hat sich immer für den Erhalt der Container ausgesprochen. Wie stellt sich die ASF dazu? – Wir fragten Dieter Bootz, Sprecher der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH.

WJ: Die Anfahrbarkeit der LKW zum Leeren der Glas-Recygling Behälter am Goetheplatz war immer unkompliziert und es gab nach unserem Kenntnisstand nie Probleme, warum der Abbau?
Bootz: Viele Bürger wünschen sich eine Altglas-Sammelstelle in erreichbarer Nähe, aber keinesfalls neben ihrem Wohnhaus. Die Anwohner der Sammelstelle am Goetheplatz haben viele Jahre lang mit unseren Containern und deren Geräuschkulisse gelebt. Die  Probleme waren vielfältig: Mitbürger/innen, die auch an Sonn- und Feiertagen ihr Altglas entsorgten, nächtliche Pfandflaschensammler, an- und abfahrende Autos sowie alle 3 Wochen das Entleeren der Behälter in den LKW der ASF. Jeder Mensch hat einen Anspruch auf Ruhe, darum musste die ASF hier reagieren.

WJ: Laut Statistischem Jahrbuch ist jeder sechste Einwohner der Wiehre über 65 Jahre alt. Flaschen-Leergut hat Gewicht. Was raten Sie älteren Quartiersbewohnerinnen und -bewohnern, die zu Fuß unterwegs sind?
Bootz: Sind nicht volle Flaschen und Gläser deutlich schwerer als das Leergut? Offenbar gelingt es, Vorräte nach Hause zu bringen. Wir meinen, dass sich auch das Entsorgen des Altglases organisieren lässt, notfalls mit nachbarlicher Hilfe.

WJ: Gleich 2 Altglasbehälter-Standorte wurden jetzt aufgegeben – am Lorettobad und am Goetheplatz. Wo ist eine Alternative im Quartier geplant?
Bootz: Aufgegeben wurde Anfang Oktober nur die Sammelstelle am Goetheplatz. Die Container in der Lorettostraße musste die ASF wegen der dortigen Bauarbeiten vorübergehend entfernen. Sie sollen in Kürze wieder aufgestellt werden. Allerdings lässt die bauliche Situation auf dem Parkplatz vor dem Lorettobad leider keinen Altglascontainer-Standplatz mehr zu. Stattdessen ist geplant, die Glascontainer am Anfang der Mercystraße zu platzieren. Weitere Möglichkeiten sieht die ASF in der dicht bebauten Unterwiehre nicht, wir sind aber für Anregungen aus dem Bürgerverein dankbar.

WJ: Warum werden derartige für die Bevölkerung wichtige Standortfragen nicht mit den BV zuvor erörtert?
Bootz: Dazu ist die ASF gerne bereit. Die finale Genehmigung eines Container-Standplatzes erteilt jedoch die städtische Verkehrsbehörde (GuT), darauf hat die Abfallwirtschaft keinen Einfluss.

WJ: Sind weitere Standorte gefährdet oder in Umplanung? Wenn ja, wo?
Bootz: Nein.

WJ:  Welche Kriterien werden angewandt zur Festlegung derartiger Standorte?
Bootz: An erster Stelle stehen verkehrsrechtliche Aspekte. Der Abstand zu Wohngebäuden spielt eine wichtige Rolle, oberhalb der Container dürfen sich auch keine Baumkronen oder Stromleitungen befinden, sie wären dem Kran beim Entleeren der Container im Weg. Zudem wird geprüft, ob  eine Wertstoff- Sammelstelle optisch mit der Umgebung harmoniert.

WJ: Danke für das Gespräch

Dorothee Schröder

 

Dieser Leserbrief erreichte uns zum Thema Altglascontainer:

Im Zusammenhang mit dem BZ-Artikel – Hin und Her bei Containern – vom 06.10.2016 von Frau Jelka Luisa Beule sollte dringend auf das Nachfolgende hingewiesen werden:
Als Grund für das Entfernen der Glascontainer wird die Enge der Straßen zum Goetheplatz als Grund genannt und als Alternative gleich die Mercystraße ins Spiel gebracht.

Dies ist schlicht ein Witz. Der Goetheplatz war optimal für diese Container, selbst die zuführenden Straßen sind breit genug um den LKW aufzunehmen. Wo bitte schön soll denn in der Mercystraße Platz für diese Container und deren
Entleerung sein?

Jedes Mal wenn ich die Flaschen dort eingeworfen habe war es kleiner Spießrutenlauf unter den mürrischen Blicken der Anwohner.
Schon einmal wurden in einer Nacht und Nebelaktion die Container, ohne Rücksicht auf einen stark frequentierten Schulweg, auf die südliche Seite des Platzes umgesetzt, auf Wunsch der Anwohner. Das dabei die Kinder einer großen Gefährdung ausgesetzt wurden war diesen Leuten egal.

Erst durch Intervention des Forums Lebenswerte Wiehre wurden die Container wieder an ihren ursprünglichen Platz hingestellt.

Jetzt frage ich mich schon wer denn jetzt wieder die treibende Kraft hinter der Umsetzung der Container war. Der genannte technische Grund kann es nicht sein, s.o.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung
Peter Dietzer