Editorial Nr. 54

Editorial Nr. 54

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder unseres  Bürgervereins,

den wichtigsten Unterschied in der Baupolitik zwischen Freiburg und Heidelberg nannte die Chefin des Stadtplanungsamts Heidelberg, Annette Friedrich, gegen Ende der von den beiden Wiehremer Bürgervereinen initiierten Veranstaltung „das Gesicht der Wiehre wahren“ in einem Nebensatz: In Heidelberg wird Bestandserhalt offensichtlich von Politikern wesentlich höher gewichtet als in Freiburg.

Zum Schutz der Identität verschiedener Stadtviertel über die Zeit arbeitet die Stadt am Neckar schon lange mit Erhaltungs- und Gestaltungsschutzsatzungen und macht gute Erfahrungen mit der Signalwirkung, die von diesen Satzungen ausgeht. Eigentlich nur logisch: Wenn die Stadt von vornherein klar und deutlich sagt, was sie nicht will – nämlich den Abriss – können Begehrlichkeiten von Investoren und Bauherren erst gar nicht in den Himmel wachsen und architektonischen Kapriolen ist von vornherein die klare Grenze gesteckt. Das erspart Fehlplanung und Ärger!

Es heißt, dass nicht wenige unserer Wiehremer Nachbarn aus Sorge um ihren bezahlbaren Wohnraum seit Oktober um den Schlaf gebracht sind. Mit Gutachten und Hearings versuchen sie Ihre Vermieterin, das Familienheim Freiburg, von den Abrissplänen abzubringen und stattdessen eine sozialverträgliche Sanierung der Häuser und der genossenschaftlichen Ladenzeile in dem Viertel zwischen dem Neuen und dem Alten Wiehrebahnhof durchzusetzen. Sie werden darin mittels Unterschriftenaktion von vielen nicht selbst betroffenen Wiehremern solidarisch unterstützt. Wir berichten zum Stand der Dinge.

Es wird höchste Zeit, ihren Kindern oder Enkeln etwas über die Bienchen zu erzählen: Nicht nur wie sie es tun, sondern warum sie es fast nicht mehr tun können. Bienen, wie andere Insekten auch, sind durch eine veränderte Umwelt ohne Blühpflanzen vom Aussterben bedroht. Mit einem Vortrag zum Auftakt unserer Aktion „Blühende Wiehre“ nimmt sich der Bürgerverein dieses wichtigen Themas an. Belohnen Sie unsere Bemühungen für den Naturschutz mit der Teilnahme ihrer ganzen Familie!

Loretta Lorenz,
im Namen des Vorstands des Bürgervereins