Leserbriefe

Leserbriefe

 Zum Thema Umgestaltung der Kronenstraße nach Fertigstellung der Kronenbrücke erreichte uns folgender Leserbrief. Die darin u.a. vorgeschlagene in Augenscheinnahme der Zustände in den Morgenstunden zu Schulbeginn wird der Bürgerverein zu gegebener Zeit aufgreifen!

Tempo 30 nur in der Nacht?
Ein Drittel weniger Kraftfahrzeuge sollen durch die Kronenstraße rauschen, wenn sie Ende des Jahres wieder für den Verkehr freigegeben wird. Das bedeutet, gemäß städtischer Planungen und Erhebungen, immer noch eine Verkehrsbelastung von 20.000 Fahrzeugen, die dann rechts und links der Tramtrasse rollen. Neben den Straßenbahngleisen, den Fahrradwegen und Gehsteigen bleiben zwei schmale Fahrspuren. Bislang sieht die städtische Planung vor, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung (Zone 30) hier lediglich in den Nachtstunden gelten soll. Die entsprechenden Schilder wurden bereits im Vorjahr montiert. Eine Entscheidung, die bei den nunmehr beengten Verhältnissen in der Straße hochgefährlich werden könnte. Die Kronenstraße liegt im Einzugsbereich mehrerer Schulen, Kindergärten und Kitas. Viele Kinder und Jugendliche werden die neue Tramlinie für ihre Schulwege nutzen. Besonders an den geplanten Straßenbahnhaltestellen auf Höhe der Angell-Schulen sind bedrohliche Konflikte mit dem motorisierten Verkehr vorprogrammiert.

Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hat mir auf eine Anfrage im Rahmen der Bürgerbeteiligung geantwortet, die Sicherungsmaßnahmen (Übergänge, Pförtnerampeln) seien ausreichend. Hier würde sich ein Augenschein zum Schulbeginn in den Morgenstunden oder zum Schulschluss lohnen. Die Bürgersteige, besonders im Haltestellenbereich, sind zu diesen Zeiten stark frequentiert. Die Vorstellung hier könnten PKWs mit 50 km/h hindurch fahren sind mehr als besorgniserregend.

An warmen Tagen sind die Gehwege und der Straßenrand zudem mit Menschen bevölkert, die Gäste der beliebten Eisdiele sind und teilweise auch dort ihre Fahrzeuge geparkt haben. Ein schönes Bild, das durch die Vorstellung getrübt wird, hier könnten Autofahrer in höherem Tempo Besucher gefährden. Die sicherlich notwendige Umgestaltung der Kronenstraße hat Gefahren geschaffen, die durch die Einrichtung einer permanenten 30er Zone abgemildert werden könnten.

Rüdiger Binkle

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