Auch im Winter heiße Diskussionen um das Damenbad
5Lorettobad
Es gibt Initiativen in Freiburg, die Freiburger Bürgerinnen dazu auffordern, im Lorettobad aktiv auf muslimische Frauen zuzugehen und Kontakt mit Ihnen aufzunehmen, z.B. mit einer Picknick – Einladung.

Abgesehen davon, dass das Damenbad nicht den Charakter eines Picknick-
Platzes aufweist, ist es vornehmlich das Ziel der Besucherinnen, sich zu entspannen, zu sonnen und zu baden, nicht aber interkulturelle Aktivitäten zu entfalten, für die anderen Orts genug Raum ist. Und ebenso kann es nicht Pflicht oder Aufforderung sein, sich an diejenigen, die ihr Gastrecht ausbeuten, anzupassen, sondern man darf mit Fug und Recht von Gästen erwarten, dass diese sich an Sitten und Gepflogenheiten ihres Gastlandes anpassen.
An dieser Stelle sei klipp und klar wiederholt, dass sich mein Vorschlag im Wiehre-Journal vom Herbst 2016 in keiner Weise gegen Musliminnen richtete, sondern darum, das Damenbad für Freiburgerinnen, gleich welcher Herkunft, offen zu halten, nicht aber für Auswärtige. Etliche Bürgerinnen haben sich an mich gewandt mit der dringenden Bitte, am Thema dran zu bleiben, da sie sonst davon Abstand nehmen werden, in der kommenden Saison „Ihr“ Damenbad wie früher gewohnt in Anspruch zu nehmen.
Wenn nun die Verwaltung der Bäder meint, nicht auf die Einnahmen der auswärtigen Besucherinnen verzichten zu können, so könnte sich das als Nullsummenspiel erweisen, weil ja als Konsequenz viele Freiburger Bürgerinnen es eben nicht mehr besuchen wollen.
Wenn diese Angelegenheit nicht zum Beginn der kommenden Badesaison klar geregelt und bekannt gemacht ist, dürften die dann zu machenden Erfahrungen einen dunklen Schatten auf das anstehende Fest zum 175 jährigen Bestehen des Lorettobades werfen, und die gute Stimmung erheblich eintrüben.
Fred Jessen