Ihrem herzlichen, leicht krächzenden Lachen konnte sich keiner entziehen; Verena Mark machte damit klar: „Leute, nehmt nicht alles so ernst!“. Sitzungen des SPD-Ortsvereins Unterwiehre-Mittelwiehre-Günterstal wusste sie auf diese Weise genauso aufzulockern wie die Vorstandssitzungen des Bürgervereins Mittel- und Unterwiehre oder des Fördervereins „Freunde des Lorettobades“. „Vreni“ erdete einfach.
In jungen Jahren nach der Heirat aus Karlsruhe nach Freiburg gezogen, wurde die Unterwiehre rasch ihr Zuhause: der Annaplatz bot seinerzeit einen der wenigen Spielplätze in der Unterwiehre und dort wurde sie mit ihren beiden Kindern sehr schnell heimisch; es dauerte nicht lange und man hielt sie für eine gebürtige Freiburgerin. „Und Dein Mann, wo kommt denn der her?“ – Ja, der ist in Freiburg gebürtig.
Das Damenbad im Lollo war für viele Jahre der Treffpunkt für sie; so war es selbstverständlich, dass sie sich für die Rettung des Bades einsetzte, als es Anfang der 1990er Jahre düster um ebenjenes aussah. Sie gehörte zu den Gründer-innen des Fördervereins, der dann ja auch sehr erfolgreich war, nachdem Eugen Reinwald und Klaus-Jürgen Schwenninger die Pläne für die Sanierung und deren Finanzierung entworfen hatten. Und selbstverständlich stand sie bei den Lorettobadkonzerten hinter dem Tresen, schenkte aus und unterhielt sich und die Umgebung mit ihrer fröhlichen Art blendend.
Ihrer schweren Krankheit wegen war sie in den letzten zwei, drei Jahren nicht mehr so häufig anzutreffen, aber gelegentlich schob sie mit dem Fahrrad zum Edeka und freute sich, wenn sie dort Freund*innen und Bekannte traf. Anfang November 2025 – unmittelbar vor Drucklegung des letzten Wiehre-Journals – ist Verena Mark gestorben – ein Wiehremer Urgestein, das nicht aus der Wiehre stammte, aber zu ihr gehörte.
Klaus Winkler
