Entsprach das Ergebnis der OB-Wahl 2018 in Freiburg noch einem politischen Erdbeben, bei dem der Kandidat Martin Horn dem langjährigen Oberbürgermeister Dieter Salomon das Amt streitig machte, so bestätigte die OB-Wahl 2026 Martin Horn als Oberbürgermeister für weitere acht Jahre. Mit nur einem Wahlgang erreichte er mit 52,9 % aller Stimmen ein eindeutiges Ergebnis. 2018 war noch ein weiterer (2.) Wahlgang erforderlich gewesen mit dann 44,2 % der Stimmen für Martin Horn.
Die Wahlbeteiligung dieser Wahl (am 26. April 2026) hat mit 56,1 % in Freiburg einen für OB-Wahlen neue Höchstmarke erreicht, was auch für die Wahlbeteiligung in der Wiehre zutrifft. Die Mittelwiehre (umschlossen von Dreisam-Hilda-/Quäkerstraße-Höllentalbahn-Günterstalstaße mit der Stadtbezirksnummer 422) kommt auf eine Wahlbeteiligung von 68,2 %. Die Unterwiehre Nord (zwischen Dreisam-Günterstalstraße-Lorettostraße-Hauptbahn mit der Stadtbezirksnummer 423) kommt auf 61,3 % Wahlbeteiligung. Die Unterwiehre Süd (zwischen Lorettostraße-Günterstalstraße-mit Lorettoberg-Wiesentalstraße und Hauptbahn mit der Stadtbezirksnummer 424) kommt auf 58,9 % Wahlbeteiligung.
Das Abstimmungsergebnis (jeweils im Wahllokal wie per Briefwahl) für den nächsten Freiburger Oberbürgermeister war dann ziemlich eindeutig: Gesamtstädtisch siegte Martin Horn mit 52,9 % der Stimmen. Gefolgt von der Kandidatin Monika Stein mit einem Stimmenanteil von 29,6 %. Als Mitbewerberin bei der vorangegangenen OB-Wahl 2018 war sie auf 24,1 % gekommen. Achim Wiehle war neu im Rennen um den Freiburger OB-Posten. Mit einem nennenswerten Stimmenanteil von 10,5 % ist er gewählt worden. Alle weiteren sechs Kandidaten kamen zusammen auf einen Stimmen-anteil von gerade 7,0 %.
Das Stimmenergebnis in den drei Wiehremer-Bezirken fiel für Martin Horn nicht ganz so hoch aus wie in der Gesamtstadt: Die Mittelwiehre wählte Martin Horn mit 52,7 %, die Unterwiehre-Nord mit 47,9 % und in der Unterwiehre-Süd bekam er 51,5 % der Wählerstimmen. Für Monika Stein war die Wiehre diesmal ergiebiger: In der Mittelwiehre bekam sie 33,6 % der Stimmen, und in Unterwiehre-Nord 38,8 % – Nach Vauban, Altstadt-Ring und Alt-Stühlinger eins ihrer besten Ergebnisse. Auch in Unterwiehre-Süd erreichte sie rund ein Drittel der abgegebenen Stimmen (33,4 %). Achim Wiehle blieb in der Wiehre unter seinem gesamtstädtischen Ergebnis. In der Mittelwiehre mit 8,0 %, in Unterwiehre-Nord mit 7,9 %
gleichauf mit Weingarten und in Unterwiehre-Süd mit 9,4 % im Mittelfeld des Stadtbezirks-Ranking gleichauf mit Betzenhausen-Bischofslinde.
Die sechs sonstigen Kandidaten hatten in der Wiehre keinen großen Zuspruch. Da bewarben sich um Stimmen u.a. ein AfD-Stadtrat, der sich für ein Freiburger Amt für Migration aussprach, ein Kandidat aus der Anarchistischen Pogo-Partei, der die Freiburger Bächle mit Bier fluten wollte, ein Student, der kaum in Erscheinung getreten ist. Stimmen abgegeben wurden auch für Personen, die in der freien Stimmzettelzeile von Wählern namentlich benannt waren. Gesamtstädtisch waren das 53, davon fünf auf Wiehremer Stimmzetteln. Die sechs sonstigen Kandidaten. bekamen in der Mittelwiehre 5,7 %, Unterwiehre-Nord 5,4 % und Unterwiehre-Süd 5,7 % der abgegebenen Stimmen.
Dr. Ludwig von Hamm