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„Wiehre für Alle“ Es tut sich was!

Die Suche nach den Voraussetzungen für eine Satzung zum Schutz des Milieus im Quartier an der Quäkerstraße hat begonnen.

Im Gebiet zwischen den Wiehre Bahnhöfen hatte die Familienheim Baugenossenschaft für viel Wirbel gesorgt, als bekannt wurde, dass sie einige Häuser in der Quäkerstraße abreißen und das Quartier im Innenbereich verdichten wollte. Das Vorhaben wurde durch den Gestaltungsbeirat abgelehnt. Wir berichteten im Wiehre Journal Nr. 59 mit einem Zwischenbericht darüber.

Der Gemeinderat beauftragte vor einem Jahr die Verwaltung, zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine soziale Erhaltungssatzung gegeben sind und fasste im Mai dieses Jahres für dieses Gebiet schon mal einen Aufstellungsbeschluss. Das Vorhaben der Familienheim e.G. war damit zunächst gestoppt. Wie die Stadt Mitte Oktober bekannt gegeben hat, sind die Untersuchungen nun in Gang gekommen.

Das Ziel einer sozialen Erhaltungssatzung ist, die Wohnbevölkerung in einem sog. Erhaltungsgebiet vor Verdrängungsprozessen zu schützen, die vor allem mietsteigernde Moder-nisierungen von Gebäuden und Wohnungen und die Umwandlung von Mietwohnraum in Wohneigentum auslösen können. Um die Möglichkeiten des Einsatzes einer Erhaltungssatzung zu prüfen, werden zunächst alle betroffenen Bewohner*innen im Untersuchungsgebiet befragt. Dies soll bis Ende November 2019 in einem ca. 30minütigen Gespräch geschehen, mit dem die Landesweite Planungsgesellschaft mbH (LPG) aus Berlin beauftragt wurde. Mit dem Erlass einer Sozialen Erhaltungssatzung soll nicht der Entwicklungsprozess eines Quartiers gestoppt, sondern sozial verträglich gesteuert werden. So sollen unter anderem Modernisierungen so umgesetzt werden, dass nachbarschaftliche Stabilität gesichert bleibt und negative städtebauliche Folgen vermieden werden. Zu diesen Folgen zählen etwa eine veränderte Nachfrage nach öffentlicher Infrastruktur (Kindertagesstätten, Schulen usw.) oder Probleme hinsichtlich der Wohnraumversorgung. In Freiburg gibt es bereits Erfahrung mit dem Erhaltungsrecht: Im November 2015 wurde für den Bereich der ehemaligen Bergmannssiedlung am Imberyweg in St. Georgen eine entsprechende Satzung erlassen.

Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. Alle Angaben werden anonym erfasst und unterliegen den Regelungen des gültigen Datenschutzgesetzes des Landes Baden-Württemberg und der EU-Datenschutzgrundverordnung. Sie werden anonymisiert und in Zahlen umgesetzt.

Das Ergebnis wird den weiteren Beratungen des Gemeinde-rates zugrunde gelegt, an deren Ende der Erlass einer Erhaltungssatzung für das Quartier zwischen Adalbert-Stifter-Straße, Dreikönigstraße, Türkenlouisstraße, Prinz-Eugen-Straße und Grillparzerstraße stehen könnte. Diese Satzung wird dann nur noch Veränderungen zulassen, die den Bestand der sozialen Struktur nicht gefährden. Der Bürgerverein würde dies sehr begrüßen.

Jürgen Bolder

2019-11-12T09:53:23+01:0012.11.2019|Kategorien: Uncategorized|Kommentare deaktiviert für „Wiehre für Alle“ Es tut sich was!

Kein Grün in green city! Oder wie Parkplätze Vorrang vor einem Park erhalten

Wer kennt und schätzt ihn nicht, den rund 7000 m² großen Stadtteilpark mit Spiel- und Ballspielplatz. Öffnung hin zum Hölderlebach. Ein grünes Band zwischen Basler Straße und Heinrich-von-Stephan-Straße im Gebiet Kronenmattenstraße. Schattige Bäume laden zum Verweilen ein. Radfahrer und Fußgänger queren sicher und bequem zwischen den beiden Verkehrsachsen. Familien und die vielen Angestellten auch aus dem Quartier „business mile“ nutzen den Park gerne für entspannte Pausen. Sie kennen den Park nicht? Können Sie auch nicht, denn er wartet seit 2006 auf seine Realisierung. Zu finden ist er im Bebauungsplan „Kronenmatten“ der Stadt Freiburg von 2006 (Plan Nr. 4-56; Drs. G 06/105).

Die Realität stattdessen: Parkplätze und eine Tristesse aus Asphalt. Auch 13 Jahre nach rechtskräftiger Satzung heißt es Park- statt Spielplätze und das vorherrschende Grün ist dasjenige der Umweltplaketten parkender Autos. Green city geht anders!

Was bislang misslich, aber vielleicht noch hinnehmbar war, wird langsam zu einer Leerstelle im städtebaulichen Konzept des Quartiers „Kronenmattenstraße“ und „business mile“. Das neue Büroquartier auf dem ehemaligen Postareal wächst rasant. Städtebaulich wird in der Verlängerung des bislang nicht realisierten Parks ein großer Platz mit Brunnenfläche vor dem „Straumann“-Gebäude entstehen. Was fehlt ist der Park. Da aber auch das Quartier „Kronenmattenstraße“ zusehends eine Aufwertung als gemischtes Wohn- und Gewerbequartier erfährt, fehlt der Stadtteilpark immer deutlicher.

Anwohner und viele Angestellten wären froh über ein großzügig gestaltetes „grünes Band“ zwischen der Heinrich-von-Stephan-Straße und der Basler Straße. Würde es endlich realisiert, wäre dies ein deutliches Zeichen für eine qualitätvolle Innenstadtentwicklung nachdem der Umbau der Kronenstraße abgeschlossen ist.

Sicher, die Flächen sind derzeit noch als Parkplätze von Seiten der Stadt verpachtet. Doch angesichts von Klimawandel, Flächenversiegelung und Verkehrswende wird es Zeit, dass die Stadt die Verträge kündigt und Grün in green city schafft!

Justus Kampp

2019-11-12T09:50:59+01:0012.11.2019|Kategorien: Uncategorized|Kommentare deaktiviert für Kein Grün in green city! Oder wie Parkplätze Vorrang vor einem Park erhalten

Nachgefragt: Ein Interview mit dem Schulleiter der Lorettoschule

Sie sind mit Beginn der Herbstferien genau ein Jahr Schulleiter der Lorettoschule. Wie ist Ihr Bilanz nach einem Schuljahr?
Ich fühle mich sehr wohl an der Lorettoschule. Die sehr schön gestaltete Einführungsfeier im Juli hat gezeigt, dass ich angekommen bin. Die vielfältigen und netten Beiträge der Lehrerschaft, der Kinder, der Eltern, der Schulkindbetreuung, der Stadt und der Schulverwaltung haben mich sehr gefreut. Ich erfahre nach wie vor viel Unterstützung. Zuletzt konnten wir durch die Vermittlung der Stadt Freiburg fünf ehrenamtliche Bildungspaten für unsere Flüchtlingskinder gewinnen.

Wie erleben Sie nach einem Jahr in der Lorettoschule die Verkehrssituation vor Ihrer Grundschultür?
Die Verkehrsbelastung in der Lorettostraße ist enorm. Ohne die Ampel und die Zebrastreifen wäre eine Fahrbahnüberquerung nicht möglich. Der Geschwindigkeitsanzeiger hat dazu beigetragen, dass sich mehr Verkehrsteilnehmer*innen an das Tempolimit halten. Das ist erfreulich und dem Engagement des Bürgervereins und unserer Elterninitiative „AK Verkehrssicherheit“ zu verdanken, die sich sehr dafür bei der Stadt eingesetzt haben.

Gibt es Erhebungen, wie die Kinder morgens zur Schule kommen?
Ja. Diese Erhebung führt unser „AK Verkehrssicherheit“ durch. Dabei kam heraus, dass die meisten Kinder mit dem Roller zur Schule kommen. Mit dem Auto werden viel weniger Kinder gebracht als man vermutet hatte.

Welche Maßnahmen trifft die Schule bezüglich der Verkehrssicherheit der Kinder?
Im Moment sammeln wir Warnwesten für unsere Erstklässler. Bitte im Sekretariat abgeben! Die bekommt man leider nicht mehr umsonst. Außerdem kommt die Verkehrspolizei und führt in unseren 1. Klassen eine Übung zum sicheren Überqueren der Fahrbahn durch. Im vergangenen Schuljahr war der Verkehrskasperl der Verkehrspolizei in unseren jetzigen zweiten Klassen. Damals haben wir auch unsere Kooperationskindergärten eingeladen. Die Verkehrspolizei kommt auch zu den Elternabenden der 3. und 4. Klassen und berichtet darüber, wie wichtig es ist, mit den Kindern das Fahrradfahren zu üben. Die Radfahrausbildung in der 4. Klasse ist zum Glück verpflichtend.

Wir haben bei einer Ortsbegehung mit den Ämtern Gebäudemanagement und GuT, den Elternsprechern, Gemeinderatsmitgliedern und dem Bürgerverein nach Maßnahmen gesucht, die für Kinder gefährliche Kreuzung Goethestraße /Lorettostraße zu entschärfen. Gibt es darüber hinaus weitere Ideen, Wünsche oder gar Konzepte bezüglich der Verkehrssituation?
Die angedachte Fahrbahnverengung mittels Poller ist ein Schritt in die richtige Richtung. Der Geschwindigkeitsanzeiger muss bleiben. Ich fand die Idee des Gemeinderats Helmut Thoma während der Ortsbegehung gut, die Verkehrssicherheit durch vier Zebrastreifen an der Kreuzung Goethestraße/Lorettostraße zu erhöhen und damit gleichzeitig die Lorettostraße für den Durchgangsverkehr unattraktiv zu machen.

Wie geht es weiter mit der Lorettoschule – was passiert in naher Zukunft?
Zunächst müssen wir die bauliche Erweiterung unserer Schule abwarten. Das ist für alle am Schulleben Beteiligten eine große Herausforderung. Die Schulkindbetreuung muss beispielsweise in Container umziehen.

Der Pausenhof ist nun deutlich kleiner, vermoderte Klettergerüste mussten weichen. Hierfür schaffen wir einen Ausgleich: Mehr mobile Pausenspielgeräte für die Klassen, Öffnung des Gartens mit zusätzlicher Spielfläche. Dort soll auch eine fest installierte Balanciermöglichkeit errichtet werden.

Die drei Säulen unseres Schulprofils (Lesen/Bewegung/Mitbestimmung) sollen im Schulalltag auch in diesem Schuljahr sichtbar werden. Hier sind schon wieder tolle Aktionen in Planung, die ich an dieser Stelle allerdings noch nicht verraten möchte.

Was wünschen Sie sich von den Bürgern/Anwohnern im Viertel, was von den Eltern Ihrer Schülerinnen und Schüler?
Wir suchen noch dringend Mitglieder für unseren Förderverein, der die Schule im vergangenen Schuljahr wieder sehr großzügig unterstützt hat. Zum Beispiel wurden die Kosten für eine zusätzliche Schwimmlehrerin im Schwimmunterricht unserer Inklusionsklasse übernommen.

Das Präventionstheater „Mein Körper gehört mir“ erhielt auch einen Zuschuss und kann fester Bestandteil unseres Schulprogramms werden u.v.m. Darum möchte ich die Anwohner*innen und die Eltern unserer Schüler*innen recht herzlich einladen, Mitglied zu werden. Die nächste Sitzung des Fördervereins findet am Montag, 02.12.2019 um 20:00 Uhr statt.

Vielen Dank für das Interview. Ach ja, eine Frage noch: Wie kommen Sie morgens zur Schule und wieviel Zeit benötigen Sie dafür?
Ich wohne in Denzlingen und fahre mit dem Fahrrad, dann mit dem Zug und dem Bus oder der Straßenbahn zur Schule. Ich benötige hierfür in der Regel 30 Minuten.

Loretta Lorenz

2019-11-12T09:49:01+01:0012.11.2019|Kategorien: Uncategorized|Kommentare deaktiviert für Nachgefragt: Ein Interview mit dem Schulleiter der Lorettoschule

Die Wiehre soll blühen! – Teil 2

Mit dem Slogan „900 Jahre Freiburg – 900 blühende Baumbeete“ hat die Freiburger Bürgerstiftung dazu aufgerufen, im kommenden Jahr zum Stadtjubiläum Patenschaften für blühende Baumscheiben zu übernehmen.

Der Bürgerverein hatte bereits im Frühjahr 2018 mit der Aktion „Die Wiehre soll blühen!“ dafür geworben, dass in unseren Gärten Blumen zur Freude der Menschen und als Nahrung für die Insekten gesät werden. Die Aktion der Bürgerstiftung schließt sich nun unmittelbar an und erweitert den Bereich auf den Straßenraum.

Am 27. September hatte OB Martin Horn in der Gartenstraße den symbolischen Auftakt gegeben und ein erstes Baumbeet angelegt. Ziel der Aktion ist es, dass 900 Freiburger eine Patenschaft für blühende Baumbeete übernehmen und diese schön gestalten. Die Aktion wird von den Ansprechpartnerinnen Annette Kreusch und Bärbel Fritzsche von der Freiburger Bürgerstiftung in Zusammenarbeit mit der Ökostation und „Freiburg packt an“ organisiert.

» Anmeldung der Baumscheiben und weitere Informationen:  „Freiburg packt an“ fpa@stadt.freiburg.de oder Telefon 201 4712, Flyer unter www.freiburg.de/freiburgpacktan

In der Wiehre gibt es bereits einige Baumbeete oder -scheiben, die jedes Jahr von Anliegern fleißig gejätet, bepflanzt und gewässert werden. Es sollen aber noch mehr werden und daher gilt wieder der Slogan des Bürgervereins: „Die Wiehre soll blühen!“

Jürgen Bolder

2019-11-12T09:46:45+01:0012.11.2019|Kategorien: Uncategorized|Kommentare deaktiviert für Die Wiehre soll blühen! – Teil 2

Edeka Strecker: Nachgefragt

Im letzten Wiehre Journal berichteten wir, dass mit der Neueröffnung des Edeka-Supermarktes Ecke Günterstalstraße/Lorettostraße nun auch „Unverpackt“-Warenregale in unserem Stadtteil zu finden sind. Grund genug nach rund 6 Wochen bei Herrn Raphael Strecker nachzufragen, wie das Angebot denn nun im Stadtteil angenommen wird.

Herr Strecker, ich entdeckte in den letzten Wochen immer mal wieder leere Gläser in Ihrem „Unverpackt“-Regal, die am nächsten Abend auch oder schon wieder leer waren?
In der Tat wurde das „Unverpackt“-Angebot von den Kunden sehr gut angenommen. So gut, dass es sogar kurzzeitig zu Engpässen bei unseren Lieferanten kam und wir einige wenige Gläser erst mit Verspätung wieder auffüllen konnten. Für die Weihnachtszeit haben wir deswegen schon mal reichlich schokolierte Nüsse für das „Unverpackt“-Regal vorbestellt.

Und wie lassen sich die Kunden an den Bedienungstheken bedienen?
Während vor dem Umbau innerhalb einer Woche höchsten 5 Kunden ihre eigenen Behältnisse über die Theke reichten, zählen wir nun 40 bis 50 Kunden in der Woche, die Glas- oder Plastikboxen zum Befüllen auf unsere Tabletts stellen. Und die Tendenz ist steigend.

Beobachten Sie sonst noch Veränderungen im Kaufverhalten?
Auch unsere Artikelerweiterung um BIO, Alnatura und Demeter kommt sehr gut an, genauso die regionalen Produkte unserer hiesigen Start-up Firmen.

„Denk global – kauf regional“ ist also in der Wiehre angekommen, aber besser geht immer! Wir bleiben dran!

Loretta Lorenz

2019-11-12T09:45:24+01:0012.11.2019|Kategorien: Uncategorized|Kommentare deaktiviert für Edeka Strecker: Nachgefragt

Sternwald als Fitness-Eldorado

Im Sternwald existiert seit den siebziger Jahren ein damals durch das Forstamt eingerichteter „Trimmpfad“ mit mehreren Stationen und verschieden langen Laufstrecken. Die entlang der Laufstrecke zwischen Sternwaldeck und Sternwaldwiese angeordneten Fitness-Stationen wurden damals durch das Forstamt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg konzipiert und durch Mitarbeitende des Forstamtes aus Rundholz gebaut.

Dieser Pfad ist jetzt so in die Jahre gekommen, dass viele der ursprünglich vorhandenen Stationen abgebaut werden mussten, da sie nicht mehr verkehrssicher waren und eine Reparatur nicht lohnte. Die verbliebenen Stationen weisen Geräte auf, die überwiegend in einem so schlechten Zustand sind, dass das Forstamt nun entschieden hat, sie ebenfalls abzubauen.

An die Stelle des alten „Trimm-Pfades“ soll nun eine neue Einrichtung treten, die aus verschieden langen Laufstrecken und einer zentralen Fitness-Station bestehen wird. Diese sogenannten „Calisthenic-Parcs“ (von griechisch καλός, kalos „schön“, „gut“ und σθένος, sthenos „Kraft“), erfreuen sich in ganz Deutschland zunehmender Beliebtheit und greifen einen Trend zu einer Form des körperlichen Trainings auf, das eine Reihe von einfachen, oft rhythmischen Bewegungen beinhaltet und für die nur das eigene Körpergewicht genutzt wird. Anlässlich eines Waldspaziergangs, zu dem das Forstamt neben den Bürgervereinen Mittel- und Unterwiehre sowie Oberwiehre-Waldsee auch Herrn Thoma vom Sportreferat der Stadt Freiburg sowie Frau Hegar von der Badischen Sportjugend eingeladen hatte, erläuterte Frau Schmalfuß, Leiterin des Forstamtes, gemeinsam mit dem örtlichen Forstrevierleiter Herrn Friedmann das Konzept des Forstamtes. Mit von der Partie waren auch Herr Thoma, der beim Forstamt für den Bau, die Unterhaltung sowie die Kontrolle der Verkehrssicherheit aller Freizeit-, Sport- und Erholungseinrichtungen zuständig ist sowie Herr Schäfer, der beim Forstamt den Bereich Sozial- und Erholungsfunktion koordiniert und bearbeitet. Die Bedarfe sind heute ganz andere als in den 70er Jahren. Viele der damals gängigen Übungen entsprechen nicht mehr heutigen sportmedizinischen und trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen. Zudem besteht eine starke Nachfrage zu sanftem Ausdauer- und Kraftsport in der Natur. Das hat unter anderem dazu geführt, dass Natursportler*innen eine der alten Stationen des „Trimmpfades“ mit viel Engagement zu einem „WaldGym“ umgebaut haben, das sich großer Beliebtheit erfreut und durch das Forstamt lange toleriert wurde. Allerdings kann auch diese Eigenkonstruktion der hohen gesetzlichen Anforderung an die Verkehrssicherheit nicht gerecht werden. Das Forstamt ist mit den Initiatoren im Gespräch und hat dort bereits die neue Konzeption vorgestellt. Im Bereich der bestehenden Laufstrecke des alten „Trimm-Pfades“ hat das Forstamt etwa auf Höhe des Wiehrebahnhofs ein ausreichend großes, relativ ebenes Areal mit schönem Ausblick auf die Stadt gefunden. Nur wenige, teilweise vorgeschädigte Bäume müssten dafür entfernt werden. Dort soll nun auf etwa 16 bis 20 m² eine zentrale Station in Metall-Holzbauweise eingerichtet werden.

Die Mittel dafür sind im Haushalt des Forstamtes eingestellt. Dem Bürgerverein kann diese Maßnahme nur recht sein. Die Natursportler*innen erhalten ein deutliches Mehr an Qualität gegenüber dem bisherigen Zustand. Die alten und in ihrer Funktion eingeschränkten Geräte sowie das „WaldGym“ werden entfernt. Der Aufwand für die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle der Verkehrssicherheit sowie die Unterhaltung der Geräte sowie der Laufstrecken wird dadurch deutlich sinken. In einer Evaluierungsphase im kommenden Jahr soll festgestellt werden, wie die neue Einrichtung angenommen wird.

Klaus Füsslin

2019-11-12T09:44:15+01:0012.11.2019|Kategorien: Uncategorized|Kommentare deaktiviert für Sternwald als Fitness-Eldorado

Drohender Verkehrskollaps in der Wiehre

Immer wieder werden wir von unseren Bürgern gebeten, doch etwas gegen die ständig wachsenden Zahlen vornehmlich des Individualverkehrs (IV) in den Straßen unseres Stadtteils zu tun.

Insbesondere sind die Zustände in der Lorettostraße (Durchgangsverkehr), Basler Straße (Durchgangsverkehr im östlichen Teil, getrennter Gleiskörper der Straßenbahn), Günterstalstraße Ostseite zwischen Tal- und Schillerstraße (vor allem Fahrradverkehr in Richtung Innenstadt), Merzhauser Straße (Fahrradverkehr an der Einmündung der Lorettostraße), im Holbeinviertel (Pendler-Schleichverkehr), Türkenlouisstraße (Dauerparken von Campingmobilen und Anhängern), Stephanienstraße (Dauerparken von Autos) unbefriedigend, wenn nicht sogar gefährlich.

Manche Fragen stellen sich aus unserer Sicht: Muss man in der Lorettostraße durchgehend beide Fahrtrichtungen haben? Wegen der Zufahrt zum Lorettokrankenhaus zwischen Merzhauser Straße und Schwimmbadstraße wohl sicherlich, aber weiter östlich? Wäre die Konradstraße ggf. als Einbahnstraße in West-Ost-Richtung denkbar? Braucht es nach dem Wegfall der zweiten Straßenbahnlinie auf der östlichen Basler Straße noch einen komplett getrennten Gleiskörper? Könnte man die Situation für Fußgänger (zu schmale Gehwege) und Radfahrer durch teilweise Mitbenutzung des Gleiskörpers für den IV entschärfen? Wie kann man die Situation auf der Günterstalstraße für den Fahrradverkehr in die Innenstadt verbessern?

Die Stadt macht derzeit dazu Anstalten, die Situation vor allem für den IV zu verbessern. Wie kann man dabei die Kreuzungen für Fußgänger über die B31 besser kanalisieren? Was ist gegen die wachsende Wohlstandsparkiererei im ganzen Viertel angezeigt, diese nicht mehr dauerhaft zu dulden? Sollten z.B. Zweitautos vor der Haustüre für Ihren Anspruch auf öffentliche Parkstände nicht stärker besteuert werden? Noch ist das Parken wie selbstverständlich möglich, doch zu Lasten vieler Mitanlieger. Was haben Campingmobile und Wohnwagen in unserem dicht besiedelten Quartier als Dauerparker überhaupt zu suchen? Ist vielleicht eine Straßenbahn-Haltestelle auf der Basler Straße in Höhe Goethestraße für eine bessere Anbindung der Unterwiehre an die Straßenbahn sinnvoll? Sollte ggf. darüber nachgedacht werden, den Wiehrebahnhof mit einem Abzweig von der Haltestelle Lorettostraße an das VAG-Netz anzubinden?

Der Ausbau der S-Bahn ins Höllental steht vor dem Abschluss. Immer mehr Pendler kommen aus dem Osten. Wegen einer Kanalsanierung in der Türkenlouisstraße muss 2021 der Gerwigplatz neugestaltet werden. Derartige Fragen lassen sich wohl noch zahlreich vermehren und erweitern. Der Bürgerverein will nach der Stadtratswahl und der neuen Zusammensetzung des Gemeinderats dazu beitragen, dass die Diskussion mit der Stadt verstärkt in Gang kommt. Wir möchten unsere Leser ermuntern, uns ihre Vorstellungen mitzuteilen, um die Diskussion im Stadtteil voranzubringen, um gute Argumente zu erarbeiten für fruchtbare Gespräche mit der Stadt. Es geht letztlich darum, liebe Bürger, das Umfeld auch ihres Lebensraumes zu verbessern. Bitte helfen Sie mit!

Klaus Füsslin

2019-11-12T09:43:21+01:0012.11.2019|Kategorien: Uncategorized|Kommentare deaktiviert für Drohender Verkehrskollaps in der Wiehre

Graffiti und Verunglimpfungen – nein danke!

Der Bürgerverein hatte kurz nach der Jahrhundertwende das Thema Graffiti und Schmierereien aufgegriffen und eine großflächige Bekämpfung dieses Unwesens gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild sowie Haus und Grund gefordert. Er hatte sich in anderen Städten informiert und auf der Ebene der Arbeitsgemeinschaft der Freiburger Bürgervereine eine Veranstaltung mit Referenten aus Pforzheim mitveranstaltet. Schließlich hatte man auch die Malerinnung mit im Boot.

Die Stadtverwaltung benötigte einige Jahre, um die zunehmende Brisanz des Themas zu erkennen, aber im September 2007 fand dann die erste Graffiti-Beseitigungsaktion in der Mittelwiehre statt. Das Wiehre Journal berichtete erstmalig in seiner Nummer 7 vom November/Dezember 2007 darüber. Vorgesehen waren Reinigungsaktionen in jedem Quartal – ein sportliches Ziel, das kaum zu erreichen war. Inzwischen sind die Abstände der Stadtteilreinigungen immer größer geworden. Die letzte gemeinsame Aktion mit der Malerinnung fand im April 2018 statt (s. dazu auch Heft 55, Mai/Juni).

Äußerst ärgerlich und bedauerlich werden weiter Graffiti und Schmierereien angebracht, wobei angesichts der innenpolitischen Entwicklungen der letzten Jahre das Augenmerk durchaus auch auf politische Verunglimpfungen zu richten ist. Sinnfrei erscheinen sie allemal. Neben der Stadt ist auch hier der einzelne Hauseigentümer gefordert, der für die Kosten der Entfernung von Hass-Texten gleich auch die finanzielle Unterstützung der Stadt finden sollte.

Klaus Winkler

2019-11-12T09:42:28+01:0012.11.2019|Kategorien: Uncategorized|Kommentare deaktiviert für Graffiti und Verunglimpfungen – nein danke!

Weihnachten: Programmierter Rückfall in eine schöne Bescherung?

Über 20 Prozent mehr Müllaufkommen verzeichnet die städtische Müllabfuhr innerhalb der Woche von Weihnachten bis Silvester.

Während immer mehr Menschen mittlerweile zum Schutze des Planeten ihre Kaufgewohnheiten ändern und auf Papier- und Plastikmaterial möglichst verzichten, würde ein Aufruf, Geschenke zwecks Papierersparnis bitte unverpackt unter den Baum zu legen wohl noch in den nächsten hundert Jahren nicht umgesetzt werden. Geschenke auspacken gehört einfach zum Fest der Feste in Deutschland dazu – selbst dann noch, wenn alle schon wissen was drin ist. Aber muss es denn tatsächlich eigens dafür hergestelltes Geschenkpapier oder gar hochglänzende Metallfolie sein, in die wir liebevoll unsere Präsente einpacken oder auch, weniger persönlich, in den Geschäften einpacken lassen? Muss eine reiche Beschenkung automatisch einen ebenso reichen Müllberg produzieren?

Zeitungspapier lustig gefaltet oder Packpapier liebevoll bemalt schafft so manche originelle Geschenkverpackung. Ebenso können aus alten Kalender- oder Notenblättern gebastelte kleine Schachteln oder Tütchen genauso attraktiver Blickfang für verpackte Kleinigkeiten unter dem Baum sein (im Internet finden sich jede Menge Bastelanleitungen dafür). In bunte Geschirrtücher oder auch flauschige Handtücher lassen sich nicht nur praktische Haushaltsgegenstände für noch junge Haushalte der Kinder und Enkelkinder verpacken. Überhaupt: Stoffe bzw. Stoffreste können als „Geschenkstoffe“ zukünftig eine gute und v.a. mehrfache (Weiter-)
Verwendung finden. Größere Teile wie Puppenstuben, Fahrräder, Snowboards oder auch der Heimtrainer für Erwachsene lassen sich gut in oder unter großen Tischdecken oder Betttüchern verbergen. Und sollten wir von anderen noch Geschenke in Geschenkpapier erhalten, greifen wir zum Bügeleisen und bügeln es zum Weitergebrauch wieder auf – wie es noch in den 60ern Erbtante Klara und andere sparsame Anverwandte taten.

Apropos Nachkriegszeiten… aus diesen stammt doch wohl die Angewohnheit bzw. das Bedürfnis, nach einem Festessen immer reichliche Reste zu haben – als sichtbares Zeichen dafür, dass wirklich alle pappsatt wurden und keiner Zurückhaltung üben musste. Während diese Reste früher nach den Feiertagen noch Verwertung fanden, wandert Übriggebliebenes heute häufig gleich in die Abfalltonne. Um das möglichst zu vermeiden, kaufen wir fürs Fest doch etwas weniger ein oder wir vereinbaren für den 27.12. mit der Hausgemeinschaft, den Nachbarn oder Freunden ein fröhliches Zusammensein, zu dem jeder seine Reste mitbringt? Ist doch immer interessant zu schmecken, was bei anderen so auf den Tisch kam. In diesem Sinne schöne Nachhaltigkeit allerseits.

Loretta Lorenz

2019-11-12T09:41:42+01:0012.11.2019|Kategorien: Uncategorized|Kommentare deaktiviert für Weihnachten: Programmierter Rückfall in eine schöne Bescherung?

Leserbriefe

01: Unser Holbeinpferd weckt Erinnerungen
Der Artikel über das Holbeinpferd weckte bei mir Erinnerungen und die Frage, ob noch jemand den kleinen Tante-Emma-Laden in der Holbeinstraße gekannt hat? Das Holbeinpferdchen stand dort schon, denn wir wollten immer auf unseren Spaziergängen mit den Großeltern dort „reiten“. Zuerst wohnten die Großeltern in der Villa Mitscherlich und anschließend in der Erwinstraße. Und meine Großmutter hat mich in den Jahren ca. 1967–69 häufig zum Einkaufen mitgenommen. Es ging ins Holbeinviertel zu einem kleinen Tante-Emma-Laden, wo meine Großmutter den damaligen Ladenbesitzer mit ‚Herr Schnabel‘ ansprach. Weiß jemand noch darüber Bescheid? Die ehemaligen Räumlichkeiten, in denen sich das Geschäft befand, gibt es heute noch. Es sieht aus wie eine Garagenzufahrt, also etwas tiefer gelegen als das Gehsteigniveau der Holbeinstraße, in der Nähe des Holbeinpferdchens.

Birgit Scherer

 

02: Seit geraumer Zeit ist die neugestaltete Kronenstraße wieder eröffnet. Die Reduktion auf zwei Fahrbahnen und die Straßenbahnverbindung sind sicher ein Fortschritt für diesen Bereich der Wiehre. Wir sollten nun aber auch die Erfahrungen mit der neuen Verkehrsführung betrachten. Eine gefährliche Verkehrssituation, die relativ leicht entschärft werden könnte, befindet sich am Fußgängerüberweg (Abzweigung Kronenstraße/ Basler Straße). Dort müssen zwei Fahrbahnen und die Straßenbahngleise überquert werden. Auf der stadtauswärts führenden Seite der Kronenstraße ist für den motorisierten Verkehr ein sogenannter U-Turn auf die stadteinwärts führende Fahrbahn möglich. Dies wird auch entsprechend genutzt. Den Fußgängerinnen und Fußgängern wird zur gleichen Zeit Grün signalisiert. Nicht selten befinden sich somit Passanten, darunter viele Schulkinder auf dem Überweg, wenn sich unerwartet ein PKW nähert, in der Annahme er habe freie Fahrt. Hier haben sich einige gefährliche Situationen ergeben. Blinde und sehbehinderte Menschen, die dem akustischen Signal folgen, sind hier ebenfalls stark gefährdet. Bei Beibehaltung der U-Turn-Regelung, müsste eine Warnlichtanlage die PKW-Fahrerinnen und -fahrer auf den gleichzeitig querenden Fußverkehr aufmerksam machen. Verwirrend ist die Tempo-30 Beschilderung für Autofahrer. Von der Kronenbrücke kommend wird zunächst das Tempolimit signalisiert, ab der Hummelstraße gilt dieses jedoch nur noch von 22 – 06 Uhr. Schüler*innen, die in den Morgenstunden hier in großer Zahl unterwegs sind, werden nicht durch die Tempobeschränkung geschützt. Hier wartet man oft auch ungewöhnlich lange auf Grünphasen für Fußgänger, was häufig zum „wilden“ Überqueren der Kronenstraße und damit zu hoch gefährlichen Situationen führt.

Rüdiger Binkle

 

03: Zum Thema „Bauentwicklung auf dem Lorettoberg“ aus Wiehre-Journal Nr. 61 September/Oktober 2019, Seite 7

Sehr geehrte Frau Lorenz,
vielen Dank für Ihre Mühe bei der Redaktion des gut gelungenen Hefts. Auf Seite 7 befasst sich Herr Bolder mit der Bauentwicklung auf dem Lorettoberg. Das Bild Nr. 2 von der Baustelle Kreuzkopfstraße zeigt nicht den Zustand am 01.10.2017, sondern im Sommer 2019. Seit Ende 2017 entsteht dort ein Monstrum, das mit dem auf Bild 1 gezeigte Modell nun gar nichts mehr zu tun hat. Zunächst entstand unter massiver Belästigung der Nachbarschaft ein Riesenloch im Berg. Die Nachbarn der Mercystraße, zu denen ich gehöre, wurden um Verständnis für den dadurch verursachten erheblichen LKW-Verkehr gebeten, aber nicht vom Bauherrn, sondern von einer anonymen Baugesellschaft. Die Bitte, dass sich der Bauherr selbst einmal vorstellen möge, blieb unerhört. Unerhört ist jedoch vor allem das Ergebnis, das Herr Bolder vornehm zurückhaltend würdigt, wenn er die jetzige Erscheinung im Landschaftsbild mit dem Bild vergleicht, wie es seinerzeit beworben wurde. Um es deutlicher zu sagen: Eine derartige „Brutalarchitektur“ sucht weit und breit ihresgleichen. Massive Vorwürfe sind der Stadt zu machen, die es nicht auf die Reihe bekommen hat, einen Bebauungsplan zu erstellen, welcher derartiges verhindern hätte können. Bereits mit dem Aufstellungsbeschluss vom 08.05.2013 wurde ein Bebauungsplan Kreuzkopfstraße im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB (Plan-Nr. 4-85) mit entsprechend eindeutiger Begründung auf den Weg gebracht (Drucksache BA-13/021). Die Gründe zu erforschen oder die Hintergründe aufzudecken, welche bis heute die Aufstellung eines Bebauungsplans verhindert haben, habe ich leider nicht die Zeit. Das müsste ein engagierter Journalist besorgen. Wir alle haben nun immerhin einen Eindruck von der Weitsichtigkeit der Stadt, denn genau das, was der Bebauungsplan verhindern sollte, ist eingetreten. Ich glaube kaum, dass die damaligen Vertreter und Mitarbeiter der Bauverwaltung sich vorstellen konnten, dass ihre Prophezeiung bei Weitem übertroffen wird. Wer sich das noch nicht angesehen hat, sollte es dringend nachholen. Um es mit Robert Gernhardt zu sagen („Nachdem er durch Metzingen gegangen war“):

Dich will ich loben: Häßliches,
du hast so was Verläßliches.
Das Schöne schwindet, scheidet, flieht –
fast tut es weh, wenn man es sieht.
Wer Schönes anschaut, spürt die Zeit,
und Zeit meint stets: Bald ist‘s soweit.
Das Schöne gibt uns Grund zur Trauer.
Das Häßliche erfreut durch Dauer.

Mit freundlichem Gruß,
Dr. Christoph Rosset

2019-11-12T09:40:38+01:0012.11.2019|Kategorien: Uncategorized|Kommentare deaktiviert für Leserbriefe
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