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30 Jahre Bewohner*innen-Verein „Bewohner-INI e.V.“ in der Unterwiehre „WdM“ „Ein Grund, sich auch mal selbst zu Feiern!“

Nicht nur der Bürgerverein Mittel- und Unterwiehre hatte im vergangenen Jahr 2025 ein Jubiläum zu feiern. Auch die Bewohner-INI e.V. „Westlich der Merzhauser Straße“ feierte ihr 30-jähriges Bestehen! Seit 1995 ist in der Unterwiehre-Süd, oder auch im Quartier „Westlich der Merzhauser Straße“, der Bewohner*innen-Verein mit dem Namen Bewohner-Initiative e.V. (kurz: Bewohner-INI) als gemeinnütziger Verein aktiv. Die „Bewohner-INI“ setzt sich aus allen interessierten und engagierten Bewohner*innen zusammen, die sich, in Kooperation mit den unterschiedlichsten Akteur*innen, im Quartier für verschiedenste Interessen und Belange starkmachen. (mehr …)

2026-03-25T10:04:08+01:0025.03.2026|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für 30 Jahre Bewohner*innen-Verein „Bewohner-INI e.V.“ in der Unterwiehre „WdM“ „Ein Grund, sich auch mal selbst zu Feiern!“

Ein bewegender Abend „gegen das Vergessen“

Wer am Sonntag, dem 08. März 2026 seine Stimme zur Landtagswahl Baden-Württemberg im Walter-Eucken-Gymnasium abgeben wollte, konnte im Pausenhof eine Vielzahl von überlebensgroßen Fotografien nicht übersehen. Sie waren Teil der Ausstellung „Gegen das Vergessen“, mit Porträts von Holocaustüberlebenden des italienisch -deutschen Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano. Die Betrachtenden wurden von den ausdrucksstarken Porträts vor schwarzem Hintergrund vor allem durch deren Blick unmittelbar in ihren Bann gezogen.

Anlässlich dieser, vom 28. Februar – 22. März 2026 zu sehenden Ausstellung hatte die Schule für den 09. März 2026 zu einem Themenabend mit dem Titel „Bilderwelten“ eingeladen.

Zu Beginn führten Schüler*innen durch die Ausstellung und schilderten den Besucher*innen die Biographien der Überlebenden.

Die Gäste des Themenabends waren Luigi Toscano und der Historiker Dr. Christoph Kreutzmüller.

Nach der musikalisch umrahmten Einführung durch den Schulleiter Oswald Egler, den Vorsitzenden des Fördervereins des NS-Dokumentationszentrums Christoph Ebner und Freiburgs zukünftigen Bürgermeisters für Kultur und Soziales Roland Meder, führte die Lehrerin Sandra Butsch gemeinsam mit Schüler*innen des Geschichts- und Gesellschaftskurses durch den Abend.

Zwei Schüler der 12. Klasse, Anton Lampe und Fadi Saoud, rezitierten zu Beginn ein selbst verfasstes Gedicht mit dem Titel „Nie wieder“ auf sehr eindrückliche Weise.

Luigi Toscano begann 2014 mit seinem Projekt „Gegen das Vergessen“. Seitdem hat er mehr als 400 Überlebende des Holocaust getroffen, portraitiert und deren Bilder an vielen öffentlichen Orten ausgestellt. Die erste Ausstellung fand in der Sophienkirche in Berlin statt. Dort hingen zwei Porträts zufällig nebeneinander: eines von Horst Sommerfeld (das auch in der hiesigen Ausstellung zu sehen war) und eines von Walter Frankenstein. Sie waren als Kinder eng befreundet und kamen erst durch diese Ausstellung wieder miteinander in Kontakt. Sommerfeld hatte seine gesamte Familie im Holocaust verloren, während die Familie von Frankenstein überlebt hatte. In der Folge telefonierten sie regelmäßig, trafen sich jedoch nie wieder persönlich.

2016 stellte Toscano seine Porträts in Kiew aus, anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Massakers von Babyn Jar 1941, bei dem innerhalb von zwei Tagen 33.000 jüdische Frauen, Männer und Kinder ermordet wurden.

Bis heute hat Luigi Toscano seine Portraits in vielen Städten weltweit ausgestellt, unter anderem in Wien, vor der Unesco in Paris, vor der UNO in New York, dem Memorial Center in Washington, in Genf, in Mainz und Mannheim, um nur einige zu nennen. Er präsentiert sie an zentralen öffentlichen Orten wie Parks, Plätzen und Häuserfassaden, die für alle zugänglich sind. Auf diese Weise finden sie einen direkten Zugang ins Bewusstsein der Menschen. Ein Schwerpunkt ist auch die Zusammenarbeit mit Schulen. So haben Jugendliche die Möglichkeit, Ideen einzubringen und mitzugestalten. Toscano erfährt mit seinem Projekt weltweite Aufmerksamkeit. Er wurde 2021 von der UNESCO zum „Artist of peace“ ernannt und erhielt im gleichen Jahr das Bundesverdienstkreuz.

Im Interview mit Fadi Saoud betonte Toscano, wie wichtig es ihm ist, mit seinem Projekt die Überlebenden des Holocaust sichtbar zu machen und damit insbesondere junge Menschen zu erreichen. Er stelle seine Arbeit gerne zur Verfügung damit „ihr etwas daraus macht und eine Haltung einnehmt“.

Eine andere Perspektive der Erinnerungsarbeit zeigte der Historiker Dr. Christoph Kreutzmüller, der Fotografien aus der NS-Zeit als historische Quellen analysiert. Anhand einer Fotoserie untersuchte er die Deportation von Juden in Eisenach 1942. Bei genauer Sicht zeigten die Bilder, wie diese Deportation vor aller Augen geschah, wie Nachbarn am Fenster und auf der Straße „glotzen“, dem traurigen Zug der Juden folgten, wie sie durch ihr „Zuglotzen dazu beitragen“. Er zeigte eindrucksvoll, wie Bilder Täterperspektiven offenlegen, eine „tattragende Gesellschaft“.

Im Interview mit Milo Gramespacher lautete seine Botschaft an die Jugend: „einander nachhaltig stärken“ und „Erinnerungsarbeit ist Demokratiearbeit, eine Aufgabe für die Gegenwart und die Zukunft“.

Zum Abschluss des sehr eindrucksvollen und berührenden Abends rezitierte Fadi Saoud, der selbst vor neun Jahren mit seiner Familie aus Syrien fliehen musste und seitdem in Freiburg lebt, ein selbstverfasstes kraftvolles Gedicht. Er sprach darin über seine Erinnerungen an die traumatische Zeit in seiner Heimat, seine wechselnden Gefühle, seine Lasten, die er immer mit sich trägt und eindrucksvoll über seine Hoffnungen, seinen Mut und seine Kraft, die Zukunft anzugehen. Zitat: „Zwischen Verlust und Hoffnung lern ich verstehen, dass selbst aus Asche neue Wege entstehen“.

Dr. Gabriele Denz-Seibert

2026-03-25T10:03:02+01:0025.03.2026|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Ein bewegender Abend „gegen das Vergessen“

Die Langemarckstraße in der Unterwiehre: Wo Mythen zum Gedenken aufrufen

Das Freiburger Stadtarchiv präsentiert in seiner ersten Ausstellung am neuen Standort am Neuen Messplatz „Langemarckstraßen – in Freiburg und anderswo“ die Geschichte der Langemarckstraßen in Deutschland. Diese Straßen sind nach dem belgischen Ort Langemarck benannt, der im Ersten Weltkrieg zum Mythos eines „Opfertods der deutschen Jugend“ stilisiert wurde. Die Ausstellung zeigt Exponate wie Originaldokumente aus dem Freiburger Stadtarchiv (u.a. den Schriftverkehr von 1932 zwischen dem damaligen Oberbürgermeister Franz Kerber und dem Schriftsteller Willhelm Kotzde-Kottenrodt, der maßgeblich für die Straßenbenennung im Quartier verantwortlich war), Aktionsplakate aus den 90er Jahren und Informationen zur Entstehung des Quartiers Unterwiehre. Sie ist Teil des Projekts „A street called Langemarck“ und wird als Wanderausstellung in den 32 deutschen Städten gezeigt., in denen eine solche Straße existiert. Jede Stadt ergänzt die Ausstellung mit ihrer eigenen Geschichte. Freiburg steuerte drei Rollups und zwei Vitrinen bei, die den „Mythos Langemarck“ beleuchten. (mehr …)

2026-03-25T10:02:00+01:0025.03.2026|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Die Langemarckstraße in der Unterwiehre: Wo Mythen zum Gedenken aufrufen

Inklusives Konzert im Korczak-Haus Reise durch das stürmische Nordmeer – oder Heinzelmännchen auf Schwedisch

Schon lange gelten die inklusiven Konzerte im schönen Gartensaal (Aula) des Korczak-Hauses in der Wiehre als Geheimtipp für ausgewählt schöne, musikuntermalte Stunden. Das verdanken die Wiehremer Hörerinnen und Hörer vor allem Andreas Wand, der vor einigen Jahren als Leiter des Korczak-Hauses mit einer Startspende der Badischen Zeitung das erste kulturelle Programm für das Haus auf den Weg brachte und auch aus dem Ruhestand heraus weiterhin für ein qualitativ hervorragendes Angebot sorgt. (mehr …)

2026-03-25T10:00:38+01:0025.03.2026|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Inklusives Konzert im Korczak-Haus Reise durch das stürmische Nordmeer – oder Heinzelmännchen auf Schwedisch

Mehr Geld für Grün: Freiburg fördert Dach- und Fassadenbegrünung stärker

Mit dem Förderprogramm „GebäudeGrün hoch³“ unterstützt die Stadt Freiburg seit Oktober 2021 Menschen in der Stadt dabei, ihre Gebäude zu begrünen und versiegelte Flächen wieder aufzubrechen. Egal ob Eigentümer*innen, Vereine, Mieter*innen oder Unternehmen – viele haben die Chance bereits genutzt, Freiburg Stück für Stück grüner zu machen. (mehr …)

2026-03-25T09:58:14+01:0025.03.2026|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Mehr Geld für Grün: Freiburg fördert Dach- und Fassadenbegrünung stärker

Hol dir die Sonne in die Steckdose

Die Freiburger Balkonscouts des Vereins Fesa, unterstützt von der Georg Salvamoser Stiftung und der Freiburger Bürgerstiftung, bieten z.Z. noch eine kostenlose Balkonsolarberatung auf dem eigenen Balkon oder Terrasse. In rund 60 Minuten wird neutral geklärt, ob ein Balkon grundsätzlich für Solar-module geeignet ist, welche Größen infrage kommen und welches Zubehör man typischerweise benötigt. Die Beratung bleibt bewusst unabhängig: Es werden keine Einbauhelfer vermittelt, und Hinweise zu Modulen oder Zubehör erfolgen nur allgemein – ohne Marken, ohne Händler, ohne Kaufempfehlungen. (mehr …)

2026-03-25T09:57:16+01:0025.03.2026|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Hol dir die Sonne in die Steckdose

Editorial Wiehre Journal Nr. 93

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Mitglieder des Bürgervereins,

150 Jahre Bürgerverein Wiehre feierten wir letztes Jahr. In unserem Jubiläumsjahr haben wir nicht nur zurückgeblickt, sondern mit vielen Wiehremer*innen auch neu entdeckt, was die Wiehre heute ausmacht und was davon wir – auch mit Hilfe der Stadt – unbedingt erhalten wollen. (mehr …)

2026-02-11T13:20:44+01:0011.02.2026|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Editorial Wiehre Journal Nr. 93

Gemeinsam gefeiert: das Jubiläumsjahr der Wiehremer Bürgervereine

Viele von Ihnen haben es miterlebt, sind den Einladungen zu den Veranstaltungen gefolgt und haben sie noch in lebendiger Erinnerung. Dennoch möchten wir in einem kurzen Rückblick das Jubiläumsjahr nochmals vorüberziehen lassen. Denn es war ein besonderes Jahr im Leben unseres Stadtteiles: Die Wiehremer Bürgervereine feierten ihren 150. Geburtstag. Als „Lokalverein Wiehre“ von Karl Walterspiel im Jahr 1875 im „Grünen Baum“ gegründet, war dieser der erste Bürgerverein der Stadt Freiburg. (mehr …)

2026-02-11T13:18:45+01:0011.02.2026|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Gemeinsam gefeiert: das Jubiläumsjahr der Wiehremer Bürgervereine
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