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Wie geht es weiter in der Lorettostraße l(i)ebenswert? Sichere Wege für unsere Kinder

Die Lorettostraße ist eine besondere Straße: Lebensraum, Schulweg, Bade- und Begegnungsort – und zugleich eine vielbefahrene Durchgangsroute. Täglich queren hier Hunderte Kinder den Straßenraum, während bis zu 6.000 Autos hindurchrollen. Schon lange fordern wir als Bürgerverein, unterstützt von Eltern, Anwohnende und lokale Initiativen/Schulen Veränderungen, die der Bedeutung der Straße gerecht werden. Der Aktionstag „Lorettostraße l(i)ebenswert“ im September mit mehr als 500 Unterschriften für die Forderung einer Schulstraße/Schulzone hat erneut gezeigt, wie groß der Wunsch nach einer sicheren, lebenswerten Unterwiehre ist. (mehr …)

2025-11-19T10:12:54+01:0019.11.2025|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Wie geht es weiter in der Lorettostraße l(i)ebenswert? Sichere Wege für unsere Kinder

Klingende Wonnhalde im Regen

Freudig gingen wir in die Planung eines herbstlichen Sonntagnachmittags mit Musik auf den Wegen der Wonnhaldegärten. Es sollte ein fröhliches Herbstevent im Rahmen des Jubiläumsprogramms 150 Jahre Bürgervereine der Wiehre werden. Der Verein der Gartenfreunde unterstützte unser Vorhaben, das Ehepaar Sabine Wohlfarth und Freddy Höhn, Mitglieder des Vereins, halfen uns tatkräftig bei Planung und Umsetzung. Zahlreiche Musiker hatten sich vorbereitet, um auf den Gartenwegen am 21. September von 15 bis 18 Uhr zu spielen und zu singen. (mehr …)

2025-11-19T10:09:24+01:0019.11.2025|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Klingende Wonnhalde im Regen

Ein neuer grüner Fleck in der Steinwüste

Im dicht bebauten Straßennetz der Stadt ist es wahrlich schwierig, Orte zu finden, an denen man die dicke Teerschicht vom Boden baggern und neues Grün in die befreite Erde setzen kann. Umso größer ist die Freude, wenn ein solcher Ort gefunden wird.

So erklärt sich der große Andrang von Zuschauerinnen und Zuschauern sowie die Anwesenheit einiger Stadtprominenz bei der rund 20.000 Euro teuren Entsiegelung einer kleinen Fläche an der Kreuzung Urachstraße / Hildastraße.

Es war ein beispielhaft gutes Zusammenspiel vieler Engagierter, das dieses Vorhaben möglich gemacht hat. Allen voran die Omas und Opas for Future, die diese Stelle bereits vor mehr als einem Jahr als potenzielle kleine grüne Oase ausgemacht und der Stadt zur Entsiegelung vorgeschlagen hatten. Um ihrem Vorschlag den nötigen Nachdruck zu verleihen, erklärte sie sich auch bereit, die Patenschaft für die zukünftigen Beete zu übernehmen. Die Freiburger Bürgerstiftung spendete dazu eine Bank, die zum Verweilen und Bewundern der schönen Beete einladen wird. So weit, so gut – aber doch nicht ganz: Es fehlt der dazugehörige Baum, der im Sommer den Verweilenden Schatten spenden könnte. Denn die künftige Oase wird an dieser Kreuzung gegenüber dem Alten Wiehrebahnhof wohl der prallen Sonne ausgesetzt sein. Eine Baumpflanzung ist allerdings nicht möglich, da laut Oberbürgermeister Horn an dieser Stelle bereits in 60 Zentimetern Tiefe Versorgungsrohre verlaufen. So sind der neuen Grünoase durch städtebauliche Gegebenheiten enge Grenzen gesetzt.

Vielleicht findet sich in Zukunft eine kreative Lösung samt Sponsor – eine Pergola, ein Sonnensegel oder ein innovatives Schattensystem –, um den Platz auch im Hochsommer tatsächlich nutzbar zu halten.

Doch schon jetzt zeigt das Projekt, wie viel entstehen kann, wenn Bürgerschaft, Stadtverwaltung und Stiftungen zusammenarbeiten. Die neue Mini-Grünoase ist nun nicht der große „Gamechanger“, wie Bürgermeister Haag es selbst ausdrückte, doch mag sie ein schönes Symbol dafür sein, dass Wandel im Kleinen beginnt.

Loretta Lorenz

2025-11-19T10:08:34+01:0019.11.2025|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Ein neuer grüner Fleck in der Steinwüste

Rückblick: Das Lichterfest zum 150-jährigen Jubiläum

Ziel erreicht: Das Lichterfest brachte alle Generationen an einen Tisch – und auf die Tanzfläche!

Zum Höhepunkt unseres 150-jährigen Jubiläums hat der Vorstand das traditionsreiche Lichterfest wiederbelebt, das zuletzt vor der Pandemie am Wochenende der Zeitumstellung stattfand. Trotz krankheitsbedingter Ausfälle und Termin-überschneidungen stemmten die verbliebenen fünf Vorstandsmitglieder die Organisation – und wurden mit einer überwältigenden Beteiligung belohnt.

Bereits zwanzig Minuten nach Beginn der Veranstaltung waren die 26 bereitgestellten Kürbisse ausverkauft und die Familien verwandelten den Ausschankgarten von La Stazione am Neuen Wiehrebahnhof in eine große Kürbisschnitzwerkstatt. Für später gekommene Gäste konnten wir dank der spontanen Hilfe von Andree Kaiser von „Rettich & Co.“ in der Günterstalstraße eine zweite Kürbisladung organisieren – telefonisch erreichbar und großzügig, lieferte er uns unentgeltlich seinen Vorrat.

Zum Laternenumzug versammelten sich bei Einbruch der Dunkelheit über 100 Familien. Bald darauf schwebten helle und bunte Lichter die Waldstraße entlang bis zum Sternwald. Zurückgekehrte Kinder wurden mit einer Brezel von der Läckerei am Gerwigplatz begrüßt – ein zünftiger Einstand des neuen Pächterpaars in der Wiehre.

Ohnehin wäre das Fest ohne die großzügige Unterstützung der Bäckereien und dem Viertel verbundenen Gastronomiebetriebe nicht durchführbar gewesen. Auch dieses Jahr hat sich unser bewährtes Speisekonzept bewährt: Es wird angeboten, was man mit der Hand oder einem Löffel genießen kann.

In unserer herbstlichen Suppenküche waren erneut das Kartoffelhaus, der Deutsche Kaiser, der Goldene Anker, das Lollo und La Stazione vertreten. Erstmalig kochte auch Omas Küche mit neuem Pächter für uns. Die gelieferten köstlichen Suppen und Eintöpfe – ob vegan oder klassisch – fanden an dem kalten Herbstabend dankbare Abnehmerinnen und Abnehmer. Brot zur Suppe spendierte wie immer die mit unserem Viertel sehr verbundene Traditionsbäckerei Lay, die dieses Jahr selbst auch ein rundes Jubliläum feiern durfte. Und unser Geschenk an alle: Als gemeinnütziger Verein konnten wir unsere Suppenpreise über 8 Jahre mit 3 Euro für den Teller stabil halten!

Ebenso seit 2016 dabei ließ sich das Kebab Haus auch unter neuem Pächter nicht nehmen, seinen Beitrag am Fest zu leisten und spendierte wieder Baklava „auf die Hand“.

Das Musikwerk Freiburg unter der Leitung von Andreas Fuchs und Timo Ernst sorgte schließlich in den ersten zwei Stunden in der Bahnhofshalle für die musikalische Umrahmung und die angehenden jungen Künstlerinnen und Künstler zogen vor allem junge Familien sichtbar in ihren Bann.

Und endlich war es so weit: Der erste Wiehremer Songcontest ging mit vier Beiträgen an den Start. Alle Sängerinnen und Sänger, die sich dem musikalischen Wettstreit stellten, sind in der Wiehre – und darüber hinaus – keine unbekannten Stimmen.

Den Anfang machte Patrizia Müller mit Gitarre und einem auf die Wiehre umgedichteten Lied zu einer bekannten Melodie. Darin bekannte sie schlicht: „Die Wiehre ist schön.“

Es folgten Ruben und Paul mit Kontrabass, zwei Kazoos und Trommel. Die beiden Dreizehnjährigen hatten Text und Musik selbst geschrieben und besangen mit eingängiger Melodie und charmanten Instrumentaleinlagen „Einen Tag in der Wiehre“. Sie nahmen uns mit auf einen höchst vergnüglichen musikalischen Spaziergang durch das Viertel.

Mit der „Annaplatzhymne“ brachte Johanna Schroth und ihre Begleiter Frank, Eddi und Nils schließlich die Halle zum Mitsingen. Mit selbstgeschriebener Melodie und Text hieß es: „Nicht Goethestraße, nein Annaplatz – alle miteinander am Annaplatz.“ Ein wahrer Ohrwurm über das Zusammenleben und -feiern rund um den heimlichen Mittelpunkt der Wiehre.

Den Abschluss bildete Oliver Scheidies mit seinem Loblied auf ein weiteres kleines Juwel unseres Viertels: „Alle lieben Lollo.“

Das Publikum bestimmte die Siegerinnen und Sieger durch Lautstärke und Dauer des Applauses. Alle Beiträge wurden mit donnerndem Beifall bedacht – doch bei Ruben und Paul wollte der Applaus gar nicht mehr enden. Strahlend nahmen die beiden jungen Musiker ihren Veranstaltungsgutschein im Wert von 200 Euro entgegen. Die anderen Teilnehmenden landeten mit dem Applaus auf einem geteilten zweiten Platz und erhielten jeweils einen Büchergutschein.

Finanziert wurden die Preise übrigens aus dem Erlös der gespendeten Verköstigung – ein schönes Beispiel dafür, wie gemeinsames Genießen auch gemeinsames Ermöglichen bedeutet.

Als herzlichen Gruß an alle Teilnehmer*innen des Songcontests durften wir bunte Rosen verteilen – gespendet von unserem freundlichen afghanischen Ehepaar aus dem kleinen Lebensmittel- und Geschenkeladen Aladin in der Lorettostraße. Mit ihrer Geste haben sie nicht nur Farbe ins Fest, sondern auch ein Stück gelebte Nachbarschaft eingebracht.

Die Silent Disco war dann das Sahnehäubchen auf dem Fest – oder besser gesagt: der Kopfhörer auf dem Kopf. Statt wummernder Boxen gab’s Musik direkt aufs Ohr, ganz nach dem eigenen Geschmack. Ob Walzer, 80er-Hit oder Electrobeats – wer tanzen wollte, drehte einfach am Regler.

Das Beste: Während auf der Tanzfläche wild gefeiert wurde, blieb’s drumherum angenehm leise. Nur wer genau hinsah, konnte erkennen, wer gerade völlig losgelöst mit Major Tom davonschwebte und wer zu Techno stampfte.

So wurde die Wiehre zum Schluss noch zur stillsten Partymeile der Stadt – mit maximalem Spaß und minimalem Lärm. Und wer einmal gesehen hat, wie drei Generationen gleichzeitig zu völlig unterschiedlicher Musik zusammen tanzen, weiß: Wir Wiehremer lieben Gemeinschaft!

Ein großes Dankeschön an Kurth Zornek und Familie für die großzügige Überlassung der Räumlichkeiten und die tatkräftige Unterstützung und an das Kommunale Kino für den Bühnenverleih.

Loretta Lorenz

2025-11-19T10:06:49+01:0019.11.2025|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Rückblick: Das Lichterfest zum 150-jährigen Jubiläum

Der (innere) Freiburger Kreis: Mutig – weitsichtig – werteorientiert

Vortrag von Prof. Dr. Heribert Weiland am 5. November 2025 in der Aula der Gertrud-Luckner-Schule

Aufgrund ihres christlichen Menschenbildes, der Ablehnung des Nationalsozialismus und dessen Terrorherrschaft trafen sich in der Wiehre Professoren der Universität Freiburg in ihren Privatwohnungen zum – auch teilweise gemütlichen –Austausch und zur Abfassung von Denkschriften. Lebendig charakterisierte Prof. Heribert Weiland die Professoren der Nationalökonomie Walter Eucken, Constantin v. Dietze, Adolf Lampe und den Historiker Gerhard Ritter. Dieser innere Freiburger Kreis, der Beziehung zum „Freiburger Konzil“, das vorrangig aus evangelischen Theologen der „Bekennenden Kirche“ bestand, und auch darüber hinaus zu Carl Goerdeler unterhielt, positionierte sich gegen den NS-Unrechtsstaat und skizzierte eine Nachkriegsordnung auf christlich-ethischer Grundlage. Hiermit trugen sie u.a. zur Neuordnung nach dem 2. Weltkrieg bei. Dass sie vor allem nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 in das Visier der Gestapo gerieten und teilweise verhaftet wurden, zeigt die Bedeutung dieser Persönlichkeiten. Die Enkelin Constantin v. Dietzes, Frau Beatrix Kirchhofer, stellte die mit persönlichen Erfahrungen versehene Biographie ihres Großvaters für die Teilnehmenden berührend dar. Da die Autorin eines Werkes über Walter Eucken, Frau von Klinckowstroem, anwesend war, konnte sie weitere interessante Details auch als Antwort auf Fragen aus dem Publikum beitragen.

Durch ihr Denken und mit ihren Schriften trugen diese Professoren dazu bei, ein freiheitliches, wirtschaftlich ordoliberales Gemeinwesen, die Bundesrepublik, zu gestalten. Von daher bleiben sie auch heute als Orientierung für den freiheitlich-sozialen Kompass aktuell.

Claus Ramsperger

2025-11-19T10:05:45+01:0019.11.2025|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Der (innere) Freiburger Kreis: Mutig – weitsichtig – werteorientiert

Würdigung im Jubiläumsjahr: Karl Walterspiel

Gabriele Denz-Seibert, Klaus Winkler, Jürgen Bolder (v. r.) referierten am 29. September 2025 vor dem Breisgauer Geschichtsverein über das Leben von Karl Walterspiel, dem Gründer der Wiehremer Bürgervereine; links Renate Liessem-Breinlinger, die über den Neffen Alfred Walterspiel berichtete, einem berühmten Koch des 20. Jahrhunderts und Gründer des Hotels „Vier Jahreszeiten“ in München; zahlreiche Walterspielangehörige waren zu diesen Vorträgen auch von auswärts gekommen.

Klaus Winkler

2025-11-19T10:04:41+01:0019.11.2025|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Würdigung im Jubiläumsjahr: Karl Walterspiel

Notiz zum Antwortschreiben des Oberbürgermeisters Martin Horn auf den offenen Brief des Bürgervereins vom 29.08.25

Der Bürgerverein Mittel- und Unterwiehre hatte am 29. August 2025 einen offenen Brief an den OB der Stadt Freiburg Martin Horn zum Thema Reduzierung von Anwohnerparkplätzen in der Wiehre geschrieben. Er wurde im letzten Wiehre Journal Nr. 91 veröffentlicht. (mehr …)

2025-11-26T16:49:33+01:0019.11.2025|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Notiz zum Antwortschreiben des Oberbürgermeisters Martin Horn auf den offenen Brief des Bürgervereins vom 29.08.25

Für alle, die die Wiehre lieben: Das besondere Geschenk

Kennen Sie schon unseren Wiehre-Kalender? Darin haben wir die schönsten Titelblattfotos der letzten Jahre zu einem Alljahreskalender zusammengestellt. Dieser ist jahre- bis jahrzehntelang als Geburtstagskalender oder in einem Kalenderjahr als Terminplaner verwendbar. (mehr …)

2025-11-19T10:03:14+01:0019.11.2025|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Für alle, die die Wiehre lieben: Das besondere Geschenk

Editorial Wiehre Journal Nr. 91

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Mitglieder des Bürgervereins,

wir melden uns mit einem bunten Strauß an Themen aus der Sommerpause zurück – und greifen gleich ein Anliegen auf, das viele von Ihnen bewegt hat. Wie im letzten Heft angekündigt, sind wir aktiv geworden: In Sachen unangekündigter Parkplatzstreichungen im Viertel haben wir unserem Oberbürgermeister einen Brief ins Rathaus geschickt. (mehr …)

2025-09-10T09:32:57+02:0010.09.2025|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Editorial Wiehre Journal Nr. 91
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